🛥️ Kapitänskarte – Tarpon 37 auf der Petite Saône
Vor jeder Schleuse
100–150 m vorher:
1. Geschwindigkeit deutlich reduzieren.
2. Fender auf beiden Seiten bereitmachen.
3. Vorne und hinten je eine Leine vorbereiten.
4. Crew verteilt sich: Bug: vordere Leine • Heck: hintere Leine • Kapitän: am Steuer.
5. Nicht direkt hinter einem anderen Boot in die Schleuse fahren.
6. Erst einfahren, wenn das Signal die Einfahrt freigibt.
Bei einer automatisierten Schleuse normalerweise ruhig nach Signal und Bedienhinweisen vorgehen.
Schleuse: Einfahren
Langsam und gerade hinein – ungefähr Schrittgeschwindigkeit.
Sobald der Bug im Schleusenbecken ist: Crew vorne → Leine an Poller/Ring.
Dann langsam weiter hinein; wenn das Heck ausreichend weit drin ist: Crew hinten → zweite Leine an Poller/Ring.
Wichtig: Leinen nicht fest belegen wie beim normalen Anlegen. Sie müssen kontrolliert geführt werden, weil sich das Boot hebt oder senkt.
Flussaufwärts schleusen
Auf der Strecke Pontailler → Port-sur-Saône fahrt ihr überwiegend flussaufwärts; in der Schleuse steigt das Boot.
Wenn Wasser einläuft: Leinen dem Wasserstand anpassen • Bug und Heck beobachten • Boot nicht mit Motorkraft gegen die Schleusenwand drücken.
Motor nur sehr leicht einsetzen, wenn das Boot seitlich wegdriftet; nicht mit viel Gas gegensteuern.
Wenn das Boot quer kommt
Nicht hektisch gegenlenken: Gas weg → kurz stabilisieren lassen → kleiner Steuerimpuls → eventuell ganz leichter Vorwärtsschub.
Die Tarpon 37 hat durch ihre Größe und Aufbauten eine merkliche Windangriffsfläche; Seitenwind früh berücksichtigen.
Schleuse verlassen
Erst warten, bis die Tore vollständig geöffnet sind. Meldung vom Bug: „Tor komplett offen – frei!“
Dann: Heckleine lösen → Bugleine lösen → langsam vorwärts → erst außerhalb der Schleuse wieder beschleunigen.
Schleusen mit Wind
Bei quer stehendem Wind den Bug besonders kontrollieren. Wind von Steuerbord drückt das Boot nach Backbord und umgekehrt.
Beim Einfahren ausreichend Raum für die seitliche Versetzung einplanen.
Tunnel de Savoyeux
Vor der Einfahrt: Fender kontrollieren • Leinen sichern • Licht einschalten • Crew sicher positionieren • Geschwindigkeit reduzieren.
Im Tunnel sehr langsam fahren und möglichst mittig halten.
Bei gesperrter Einfahrt oder Gegenverkehr warten – nicht noch schnell einfahren.
Tunnel: ungefähr 680–700 m.
Tunnel Saint-Albin
Tunnel: ungefähr 681 m.
Kapitän: Licht an • langsam • mittig halten.
Crew: keine losen Leinen über der Reling • Fender sichern • unnötige Bewegungen vermeiden.
Nicht unnötig im Tunnel stehen bleiben.
Anlegen mit der Tarpon 37
Grundregel beim Rückwärtsfahren: langsam.
Ruder möglichst kontrolliert → wenig Rückwärtsgas → Wirkung abwarten → klein korrigieren.
Wenn das Heck zu stark versetzt: kleiner Gegenimpuls statt hektischem Rudern.
Bevorzugtes Anlegemanöver
1. Mit dem Bug ungefähr 30–45° auf den Liegeplatz zufahren.
2. Kurz vor dem Anleger Gas weg.
3. Leicht rückwärts, Fahrt aus dem Boot nehmen.
4. Heckleine zuerst sichern.
5. Danach Bugleine.
Für eure Route besonders wichtig
Ray-sur-Saône: nicht möglichst dicht ans Ufer fahren; bei niedrigem Wasserstand kann es flach werden.
Scey-sur-Saône: möglichst im Hafenbereich liegen.
Port-sur-Saône: frühzeitig anlegen, damit am nächsten Morgen kein Zeitdruck entsteht.
Rollen an Bord
Kapitän: Geschwindigkeit • Steuerung • Abstand • Motor.
Bug: Fender • vordere Leine • klare Signale an den Kapitän.
Heck: hintere Leine • Fender • Abstand zum Anleger.
Wichtig: Niemand versucht, das Boot mit Körperkraft festzuhalten. Leine sichern und das Manöver über Motor/Ruder kontrollieren.
Kapitänszettel
SCHLEUSE: Langsam fahren • Fender raus • Bugleine bereit • Heckleine bereit • gerade einfahren • Leinen kontrolliert führen • Wasserstand beobachten • nicht gegen die Wand drücken • Tore komplett öffnen lassen • erst dann ausfahren.
ANLEGEN: Wind prüfen • langsam • Gas weg • Heck zuerst • Heckleine • Bugleine • Motor erst danach aus.
TUNNEL: Licht an • langsam • Signal beachten • Gegenverkehr abwarten • Fender/Leinen sichern • ruhig bleiben.
Bei der Bootsübernahme
Den Vermieter ausdrücklich bitten, Rückwärtsfahren, Radeffekt/Propellerwirkung, Bugstrahlruder und Verhalten bei seitlichem Wind praktisch zu zeigen.
